Im Expeditionsbüro finden sich diejenigen ein, die erst mal nach draußen wollen, wo es etwas "live" zu entdecken gilt. Ins Forschungslabor kommen alle, denen es die Technik angetan hat. Sie wollen Details unter dem Mikroskop betrachten und Experimente machen. In der Museumsmalwerkstatt fangen jene an, die sich ein Präparat ausgesucht haben es malen oder als Modell nachbauen wollen.
Alle Zugänge führen zum Ziel. Wer zunächst ein Bild von einem Schmetterling malt, wird später interessiert dessen Flügelstruktur unter dem Binokular anschauen. Wer sich erst mal in der wissenschaftlichen Atmosphäre des Labors wohlfühlt und Kleinstlebewesen unter dem Mikroskop erforscht, findet es nach einer Weile spannend, in den Ritzen einer alten Mauer nach diesen Lebewesen und ihren Verwandten zu suchen. Und wer am Anfang begeistert durch den Wald gestreift ist und Spinnen unter Steinen entdeckt hat, wird am Ende konzentriert an einem Spinnenmodell bauen. So werden gleichzeitig die wissenschaftliche und die emotionale Sensibilität für die Natur geweckt.
Sonderprojekte beschäftigen sich mit Themen rund um Kunst, Natur und Technik.
Die Forschungswerkstatt wird von freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fachwissenschaftlich betreut. Den jungen Forscherinnen und Forschern stehen außerdem eine Bibliothek, die Materialausgabe und ein eigener Ausstellungsbereich zur Verfügung.

Im Schuljahr 2010/2011 wurde das Projekt "Übergang vom Kindergarten zur Grundschule" unter dem Thema "Naturwissenschaft im Elementar- und Primarbereich" gestartet. Vorschulkinder aus vier Kuseler Kindertagesstätten und die Kinder der 1.Klassen der Grundschule Kusel haben in Kooperation mit der Forschungswerkstatt des Pfalzmuseums für Naturkunde über mehrere Wochen mit naturwissenschaftlicher Begleitung verschiedene Lebensräume von Tieren und Pflanzen kennen gelernt. Die Abschlußveranstaltung mit Präsentation findet am 22. Juni 2011 auf Burg Lichtenberg bei Kusel statt.